Abfallbetriebe des
Nationalparklandkreises Birkenfeld

Sperrabfall (auf Abruf)

Wie kann dieser entsorgt werden und was zählt alles zum Sperrabfall?

Als Sperrabfall werden alle Einrichtungs-, Haushalts- und Gebrauchsgegenstände bezeichnet, die bei Umzügen, Entrümpelungsarbeiten oder Haushaltsauflösungen anfallen und aufgrund der Größe, des Gewichts und/oder der Beschaffenheit nicht über den Restabfall entsorgt werden können.

Seit Einführung der Sperrabfallsammlung auf Abruf im Jahr 2015 kann jeder private und an die öffentliche Abfallentsorgung im Nationalparklandkreis Birkenfeld angeschlossene Haushalt

  • pro Jahr maximal 3 m3 Holz- und Restsperrabfall sowie 3 m3 Metall- und Elektronikschrott zur Abfuhr anmelden,
  • welche auf bis zu zwei Abfuhren im Jahr je Sperrabfallart beliebig aufgeteilt werden können.

Angemeldet werden kann der Sperrabfall bei den Abfallbetrieben des Nationalparklandkreises Birkenfeld

  • über unser Onlineformular,
  • telefonisch unter 06782/9989-13,
  • per E-Mail (info@egb-bir.de) oder
  • persönlich sowie schriftlich (Schlossallee 9, 55765 Birkenfeld).

Der jeweilige Abfuhrtermin wird umgehend mitgeteilt und findet in der Regel innerhalb von drei bis sechs Wochen ab dem Anmeldedatum statt. Soll der Sperrabfall schnellstmöglich abgefahren werden, besteht die Möglichkeit, einen sog. Express-Termin zum Preis von 125,00 Euro je Sperrabfallfraktion zu erhalten, welcher über das zur Verfügung stehende Sperrabfallkontingent erfasst wird.

Bei jeder Anmeldung sind die genaue Abholadresse und eine Telefonnummer anzugeben sowie die Art und Menge der zu entsorgenden sperrigen Abfälle. Jede Anmeldung wird dem Haushalt zugeordnet, bei dem der Sperrabfall tatsächlich anfällt.

 

Einzelne Sperrabfallgegenstände dürfen nicht länger als 2 m, nicht breiter als 1,70 m und nicht schwerer als 50 kg sein, sowie kein Flach- oder Spiegelglas enthalten, um verladen werden zu können.

 

Zur reibungslosen Abfuhr ist der angemeldete Sperrabfall

  • am Abfuhrtag bis 06:00 Uhr
  • sortiert (z.B. Holz- und Restsperrabfall getrennt voneinander)
  • am üblichen Aufstellort des Abfallbehältnisses bereitzustellen (Abweichungen nur nach vorheriger Rücksprache/Mitteilung).

 

Darüber hinaus können private Haushalte ihren Metallschrott und Elektronikaltgeräte sowie pro Jahr bis zu 3 m³ Holz- und Restsperrabfall an unserem Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach sowie den Abfall-/Wertstoffannahmestellen unentgeltlich selbst anliefern.

 

Zur Anlieferung von Holz- und Restsperrabfall im Auftrag von bspw. Familienmitgliedern oder Nachbarn, welche den Transport nicht selbst bewerkstelligen können, wird eine Vollmacht benötigt.

 

Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe haben keinen Anspruch auf eine Abfuhr und müssen somit die Entsorgung ihrer sperrigen Abfälle auf eigene Kosten gemäß dem Preisblatt der EGB organisieren.

 

Für weitere Auskünfte zur Anlieferung von Sperrabfällen sowie sonstigen Abfällen steht unsere Abfallberatung unter 06782/9989-22 oder per Mail an abfallberatung@egb-bir.de gerne zur Verfügung.

Welche Abfälle zählen zum Holz- und Restsperrabfall - und welche nicht?

Als Restabfall wird die Summe aller Abfälle bezeichnet, die wegen Vermischung keiner getrennt zu sammelnden Abfallfraktion (Altholz, Altmetall usw.) zugeordnet werden kann.

 

Dementsprechend gehören alle sperrigen Gegenstände des Restabfalls, welche aufgrund Ihrer Größe und Beschaffenheit nicht über das Restabfallgefäß oder amtliche Abfallsäcke entsorgt werden können, zum Restsperrabfall.

Beispiele zum Restsperrabfall:

  • Federbetten
  • Koffer (leer)
  • Kunststoffmöbel
  • Matratzen
  • Polstermöbel (z.B. Couch, Sessel)
  • faltbare Bodenbeläge (Kleinmenge < 100 kg, aufgerollt oder gefaltet)
  • Sandkästen (Kunststoff)

 

 

Im Zuge der Abfuhr von Holzsperrabfall werden verwertbares Altholz und Kleinmengen (< 100 kg) an Bauhölzern (z.B. aus selbst durchgeführten Renovierungsarbeiten) gemeinsam mit dem Restsperrabfall abgefahren, jedoch mit einem separaten Fahrzeug gesammelt. Aus diesem Grund sind beide Sperrabfälle getrennt voneinander bereit zu stellen.

 

Abgefahren werden kann nur Altholz, welches nicht behandelt oder imprägniert ist. Lässt es sich nicht eindeutig als unbehandelt einstufen, wird es stets als belastetes Altholz eingestuft und ist ebenso wie größere Mengen Bauholz (z.B. aus umfangreichen Baumaßnahmen) gegen Entgelt gemäß dem Preisblatt der EGB an unserem Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach bzw. an den Abfall-/Wertstoffannahmestellen anzuliefern oder mittels einer sog. „Mulde auf Abruf“ zu verwerten.

 

Bei der Bereitstellung des Sperrholzes müssen Scharniere sowie sonstige kleine Anbauteile aus Metall nicht separat entfernt werden, sondern können als Ganzes zur Abfuhr bereitgestellt werden.

Beispiele zum Holzsperrabfall:

  • Bettgestelle
  • Kommoden
  • Lattenroste
  • Regale
  • Schränke
  • Stühle (ohne Polster)
  • Tische
  • sonstige verwertbare Möbel

Von der Holz- und Restsperrabfallabfuhr ausgeschlossen sind:

  • Abfälle aus Glas (z.B. Blumenvasen, Flachglas, Lampenschirme, Salatschüsseln, Türen und Vitrinen)
  • Altholz aus dem Baubereich (z.B. Außentüren, Fensterrahmen, Konstruktionshölzer, OSB- bzw. Spanplatten und Paletten)
  • Altholz (imprägniert) aus dem Außenbereich (z.B. Gartenmöbel, Geländer, Palisaden, Sandkästen und Zaunelemente)
  • Altholz aus Schadensfällen (z.B. Brandholz)
  • Bauschutt (mineralisch, z.B. Beton- und Mauerwerksabbruch, Dachziegel, Fliesen, Toiletten und Waschbecken)
  • Baustellenabfälle (z.B. Dachpappe, Dämmwolle, Fensterrahmen, Gipskarton-, Styropor- und Welldachplatten, Heizöltanks, Kanalrohre und Rollladenpanzer)
  • Kfz-Teile (Kotflügel, Motoren, Motorhauben und und Radkappen)
  • Papier, Pappe und Kartonagen (z.B. Transportkartons)
  • Problemabfälle (z.B. Altöl, Batterien, Feuerlöscher, flüssige Farben, Ölkanister, Pflanzen- und Holzschutzmittel)
  • Restabfälle (z.B. Aktenordner, Alttextilien, Kleiderbügel, Plastikschüsseln, PVC- und Teppichreststücke, Spielzeug, Tapeten und Videokassetten)
  • Verpackungsmaterialien (z.B. Verpackungsstyropor)

Was gehört zum Metallschrott und Elektronikaltgeräten - und was nicht?

Metallschrott aus privaten Haushalten kann ebenfalls zur Sperrabfallsammlung angemeldet werden und wird zusammen mit den Elektronikaltgeräten abgefahren.

 

Wichtig ist, dass nur zum Großteil (mehr als 50 %) aus Metall bestehende Einzelteile bereitgestellt werden. Besteht das Einzelteil jedoch mehrheitlich aus anderen Stoffen und kann keiner einzelnen Fraktion zugeordnet werden, ist es dementsprechend als Restsperrabfall bereitzustellen.

 

Beim Metallschrott sind insbesondere die zuvor genannten Größen- und Gewichtsbegrenzungen einzuhalten, sodass Einzelteile ggf. vor der Abfuhr zu zerkleinern sind.

Beispiele für Metallschrott:

  • Fahrräder
  • Pfannen und Töpfe
  • Rasenmäher (ohne Bestriebsstoffe)
  • Sonnenschirmständer
  • Wäscheständer
  • Werkzeuge
  • sonstige metallische Wertstoffe

 

 

Elektroaltgeräte sind immer Endgeräte, also „fertige“ Produkte mit eigenständiger Funktion. Ebenfalls muss es sich um Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten handeln.

 

Hierdurch werden nicht nur „klassische“ Elektrogeräte erfasst, sondern auch Produkte mit elektrischen oder elektronischen Komponenten wie Möbel, Kleidung oder Lifestyle-Produkte.

 

Grundvoraussetzung zur kostenfreien Entsorgung ist, dass die Geräte komplett und nicht demontiert oder ausgeschlachtet sein dürfen.

Beispiele für Elektronikaltgeräte:

  • Bildschirmgeräte (z.B. Monitore und TV-Geräte)
  • Haushaltsgroßgeräte (z.B. Elektroherde, Geschirrspüler, Massagesessel, Mikrowellen, Spiegelschränke mit Beleuchtung, Trockner und Waschmaschinen)
  • Haushaltskleingeräte (z.B. Computer, Haartrockner, Hi-Fi-Anlagen, Kaffeemaschinen, Staubsauger, Toaster und Wasserkocher)
  • Kühlgeräte und Radiatoren (z.B. Gefriertruhen, Kühlschränke und Ölradiatoren)

 

Sollte nur eine geringe Menge Haushaltskleingeräte anfallen, können diese auch unentgeltlich an einer der landkreisweit eingerichteten Annahmestellen abgegeben werden.

Von der Metall- und Elektronikschrottabfuhr ausgeschlossen sind:

  • Akkus
  • Brandschutztüren
  • Fahrzeugteile (z.B. Motorhauben, Auspuffanlagen)
  • Leuchtmittel
  • Nachtspeicherheizgeräte *
  • Öfen mit Inhalt (z.B. Dämmwolle, Schamottsteine)
  • Photovoltaikmodule *

 

* Diese können nach vorheriger Anmeldung in haushaltsüblichen Mengen am Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach unentgeltlich angeliefert werden.

Hilfreiche Downloads und Links:

Sie haben noch Anregungen oder hätten doch gerne eine persönliche Beratung?

Über das Kontaktformular können Sie uns jederzeit Ihre Fragen und Anregungen direkt zukommen lassen.

Unsere Abfallberatung erreichen Sie telefonisch unter der 06782/9989-22 oder per E-Mail an abfallberatung@egb-bir.de.

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